Auf den Spuren des Apostel Paulus!
18. Tag: vom Beysehirsee nach Pamukkale 404 km
Ausgeruht ging unsere Fahrt weiter durch Pisidien, wo wir uns die Zeit nahmen und ein kleines Heimatmuseum besichtigten. Wir kauften auch einen neuen Reifen, denn man muß immer mit einer Reifenpanne rechnen. Der Reifenhändler beschenkte uns sogleich mit viel frischem Obst aus seinem Garten, so daß für Vitamine erst einmal gesorgt war. Wir fuhren am Egidir-See entlang, einem Hauptanbaugebiet für Äpfel und Pfirsiche. Hier bekamen wir endlich auch Maulbeeren angeboten. Kurz vor Pamukkale hatten wir noch einmal vollgetankt und dabei schlechtes Benzin erwischt, jetzt "dieselte"unser Orientexpress wie verrückt. Quartier bezogen wir, wie schon früher im Tusan otel, das inzwischen ein paar Sternchen hatte und sich was darauf einbildete. Nur europäischen Kaffee darf man dort keinen trinken, er schmeckte wie Spülwasser. Nachdem wir unser Zimmer mit direktem Terrassenausgang in den Blumengarten bezogen hatten, gings erst einmal ab ins Thermalwasser. Welch eine Wohltat und welch ein tolles Ambiente mit Aussicht auf die Kalksinterterrassen von Pamukkale.
19.Tag: von Pamukkale nach Kusadasi 234 km
Obwohl das Bett teuer war, habe ich nicht gut geschlafen. Dann keinen gescheiten Kaffee, wie soll man da nur wach werden. Wir besichtigten dann die Nekropole (Totenstadt) und die eisenhaltige "Schwesterquelle" von Pamukkale. Laodikea zu besichtigen ist sinnlos, weil man fast alle Steine beim Eisenbahnbau verwendet hatte Von Kolossai steht nicht einmal etwas nennenswertes im Reiseführer und so fuhren wir weiter. Hier zog sich die Strecke etwas hin, oft viel Verkehr. Außer Feigen, Weintrauben und Pinien gab es nicht viel zu sehen. In Kusadasi angekommen, fühlten wir uns wieder wie zu Hause. Leider war das Wasser inzwischen kälter geworden und mit braunem Schilfgrasstaub verdreckt. Es war auch wolkig und abends konnte man eine Trainingshose vertragen. Wie gerne wären wir jetzt wieder in Alanya!
20. + 21. Tag: Kusadasi - Badetage
Noch mal große Wäsche, viel baden trotz Staub, viel Ruhe vor der Heimfahrt. Nocheinmal essen im Nasreddin Hodja in Kusadasi, noch eine Oldtimer-Taxifahrt. Aber nichts kann darüber hinweg täuschen, daß wir bereits auf der Heimfahrt sind.

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23.06.2008 ©Gabriele Berg