Auf den Spuren des Apostel Paulus!
22. Tag: von Kusadasi nach Gelibolu - Canakkale 446 km
Um 10.3o Uhr gut ausgeruht beginnen wir die Fahrt. Gegen 15 Uhr hatten wir erneut eine Reifenpanne. Diesesmal löste sich das Profil und schlug uns eine Delle in den Kotflügel. Gut, daß wir einen neuen Reifen gekauft hatten. Trotzdem war das nicht ungefährlich und geärgert hatte es uns auch. Eine Reise mit sovielen Zwischenfällen hatten wir noch nie! Trotzdem entschlossen wir uns nun ohne Reserverad nach Hause zu fahren. Um 17 Uhr erreichten wir die Fähre in Canakkale und kurze Zeit später übernachteten wir im Motel Orfoz, das sehr nett in einer kleinen Bucht lag und wo kaum Touristen waren.
23.Tag: von Gelibolu nach Negotino (Mazedonien) 650 km
Abfahrt um 9.30 Uhr, um 11 Uhr passierten wir die türkisch-griechische Grenze und zu Mittag waren wir wieder bei der byzantinischen Kirche in Griechenland. Die Uhr wieder um eine Stunde zurückgestellt. Um 1930 endlich die Grenze Griechenland-Jugoslawien. Übernachtet haben wir in einem Motel in Mazedonien, das wie alle staatlichen Einrichtungen im damaligen Jugoslawien vergammelt war, aber die Toiletten waren o.k.
24. Tag: von Negotino nach Trebnje (Slowenien) 995 km
Wir fuhren und fuhren, getrieben vom Wunsch jetzt doch bald zu Hause sein zu können. Der Autoput war anstrengend zu fahren, die Polizei immer bemüht Touristen zu schnappen, die zu schnell fuhren. Um nicht angehalten zu werden hielten wir uns an die Regeln und so kamen wir erst um 14 Uhr in Belgrad an. Wissend um die schlechten Übernachtungsmöglichkeiten fuhren wir am Abend in Slowenien vom Autoput weg und suchten ein Zimmer privat. Dort wurden wir gut aufgenommen und verpflegt.
25.Tag von Trebnje nach Freiburg 888 km
Wir haben keine Ahnung, was es ist, daß wir auf den Heimfahrten immer viel schneller waren. Gibt es vielleicht doch so etwas wie einen Stalltrieb? Um 8 Uhr losgefahren, 10.30 Uhr an der Grenze zu Italien - Stau! auch das noch. Womit hatten wir das verdient? 11.30 Uhr endlich in Österreich. Im Gasthaus zum Ritter in Mühldorf Mittag gegessen, um 13 Uhr das Auto in Mallnitz verladen - um 22.30 Uhr in Freiburg vor der Haustür.
Müde, aber zufrieden, denn es war trotz Reifenpannen und der kaputten Windschutzscheibe ein toller Urlaub! Wir hatten übrigens noch 10 l Benzin im Tank.
Zuhause angekommen mußten wir feststellen, daß sich der Garten in eine grüne Hölle verwandelt hatte.
Damit beende ich den Bericht über unsere Reise, die nicht nur eine Reise durch ein Land, sondern auch ein erfassen der Geschichte war. 8 000 Jahre menschlichen Daseins - Spurensuche nach Apostel Paulus - waren ein Aspekt, der andere waren die netten, gastfreundlichen Kontakte mit den Türken. Die 9 000 km, das häufige Zelt- auf- und abbauen haben sich gelohnt und die Hoffnung auf ein Wiedersehen im Land das wir lieben - der Türkei - bleibt bestehen!
Für Interessierte:
Gesamtkilometer: 9065 km
Verbrauch: 9,7 l/100 km Benzin

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