Alacahüyük, prähistorische Siedlung!
Hier wurden so viele verschiedene Kulturschichten gefunden, daß man den Ort in seiner Bedeutung mit Troja gleichsetzen kann. Die ältesten Funde stammen aus der Zeit 3500 v. Chr.
Das Eingangstor ist auch hier dreigeteilt und wird von zwei Sphinxen bewacht.Umlaufend ist ein Fries zu sehen, auf dem das höfische Leben dargestellt ist. Man erkennt Kampfwagen, Soldaten,die sich verabschieden, Kinder, Priester, Musikanten, Tiere und das Königspaar beim Opfer.
An einem Pfosten ist das Relief eines Doppeladlers, der einen Hasen in den Klauen hält, zu sehen, das Symbol des Hirsch- und Glücksgottes Rundas. Die gewaltigen Mauern erinnern stark an Mauern der Inka in Südamerika. Auch hier paßt keine Messerklinge dazwischen.
![]() Tempel, Häuserfundamente und die Königsgräber waren mit starken Eichenhozstämmen abgedeckt, Teile davon wurden noch gefunden. Nach so viel kulturellem Erleben mußten wir uns nun um so profane Dinge, wie Essen und Schlafen kümmern. Da Alaca zum damaligen Zeitpunkt noch kaum Touristen über Nacht anzog, fanden wir nur ein Hotel für Einheimische. Die normalen Hotels sind für türkische Familien eingerichtet. Die Zimmer sind spartanisch, dafür billig, WC und Dusche meist am Ende des Flurs. Um in unser Hotel zu kommen muß man durch eine Eisenwarenhandlung.
In unserem Zimmer standen 4 Eisenbetten, mit kapockgefüllten Matratzen und geflickter, aber sauberer Bettwäsche. Vier Kleiderhaken machten alles perfekt. Bei jeder Bewegung quietschten die Betten und man konnte wie auf einem Trambolin darauf springen. Da wir als Touristen eine ganze Etage für uns hatten, hüpften die Kinder auch fleißig. Sie fanden es jedenfalls ganz lustig und ist eines der Dinge, die ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind. Vielleicht auch deshalb, weil wir zuvor, als wir Essen waren, von den Männern der Nachbarschaft eingeladen wurden. Wie üblich wurden wir gefragt, wo wir herkommen, warum, wohin usw. So saßen wir mind. 2 Stunden und gaben mit Händen und Füßen so gut es ging,Auskunft.
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01.10.2000 ©Gabriele Berg |