goereme

Göreme - muß man trotz Massentourismus gesehen haben!


1985 wurde das Kirchen- und Klosterzentrum von der Unesco zum Weltkulturerbe deklariert. Hier lebten versteckt die christlichen Gemeinden und haben viele Jahrhunderte überlebt. Die Kirchen sind nur schwer zu datieren, aber man weiß, daß sie zwischen dem 8. und 12. Jahrh. bemalt wurden. Zu nennen wären hier
die "Apfel-Kirche", die Barbara-Kirche, sie steht für den Beginn des Bilderstreits
und
die Kirche mit der Schlange. Sie war ursprünglich eine in die Tiefe gehende Grabkammer, die später zur Kirche ausgebaut wurde. Rätselhaft bleibt die Abbildung des Onophrius, einem nackten, alten Heiligen mit Bart und Brüsten. Eine Legende behauptet, daß eine besonders schöne Frau sich Hilfe von Gott erflehte, um sich vor den Nachstellungen der Männer zu schützen und er sie daraufhin verwandelte. Böse Zungen behaupten, Onophrius sei eine haltlose Sünderin gewesen und sei daher von Gott verwandelt worden. Die dritte Lösung lautet, daß Onophrius homosexuell gewesen wäre und der Maler habe ihn denunzieren wollen.

Eine der schönsten Kirchen ist die "dunkle Kirche". Auf nachtblauem Grund sind die Fresken gemalt. Sie wird in das 11. Jahrh. datiert.


die "Kirche mit der Sandale" verdankt ihren Namen einer sandalenförmigen Mulde unter dem Himmelfahrtsbild.


Die Tokali Kirche auch "Kirche mit der Schnalle" genannt, gehört zu den größten Kirchen der Gegend und seit die Fresken aus dem 10. Jahrh. restauriert wurden, läßt man sie nicht ohne Aufsicht.
Die Kirchen sind so zahlreich, daß ihre Gesamtzahl bis heute nicht bekannt ist. Viele sind eingestürzt. Die Sonne bleicht die Malereien aus. Viele dienen aber, heute wie in zurückliegenden Jahrhunderten, den Hirten als Lager oder Stallung.


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01.10.2000 ©Gabriele Berg