harran

Harran- Stadt Abrahams an der syrische Grenze!

Gegen Abend, als der heiße, syrische Wüstenwind etwas nachließ, fuhren wir in das 40 km entfernte, an der syrischen Grenze liegende Harran. Außer den typischen Trulli Häusern, die wie Bienenkörbe aussehen, bietet das Dorf nur unverschleierte Frauen (Kurden), von deren tätowierten Gesichtern oft Armut abzulesen ist, nicht viel. Hier soll einst Abraham mit seiner Familie gelebt haben, bis er ins Land der Bibel zog.

Die Ruinen einer Burg wären noch zu erwähnen, die älteste Universität der Welt, wenn man den Einheimischen Glauben schenkt und ein Beobachtumsturm eines Observatoriums des Altertums für eine Uni hält.

Die Kinder klebten wie Kletten an uns und bettelten um Bonbons, Schokolade, Kugelschreiber oder Geld. Da das Gebiet einem reichen Mann gehört, der heute noch über alles bestimmt, ist ihre Zukunft ungewiß. Auf eine Besserung hoffen jetzt alle, wenn durch den Atatürk-Stausee genügend Wasser für die Bewässerung der Felder kommt, daß dann der Trockenanbau von Getreide in eine dreimalige Ernte verbessert werden kann.
zurück zum Reisebericht
01.10.2000 ©Gabriele Berg