Auf den Spuren des Apostel Paulus!

Ein Felsheiligtum der Hethiter bei Ivriz!

Auf den Spuren von Dora Jane Hamblin, der späteren Auslandskorrespondentin und leitenden Redakteurin der Zeitschrift " Life " begaben wir uns auf die Suche nach einem heiligen Felsen. In ihrem Buch: " die Türkei - Land der lebenden Legenden ", wurde es beschrieben. So fuhren wir von Eregli nach Ivriz.
Dort gibt es ein Felsenrelief der Hethiter, noch im Original an Ort und Stelle. Doch selbst dieses Original ist nur jüngeren Datums. Es ist neohethitisch und ungefähr um die Mitte l8. Jahrh. V. Chr. entstanden. Es ist ein Felsvorsprung, der fast wie eine Muschel aussieht, leicht ausgehöhlt. So können Wind und Wetter das Bildwerk nicht beschädigen. 2700 Jahre ist es alt. Rechts auf dem gewachsenen Naturfelsen steht der kleine König, mit seinen 1,8o m noch immer mehr als lebensgroß. Ihm gegenüber steht die majestätische Gottheit, mit 3,50 - 4-m-Höhe eine wahrhaft imponierende Gestalt. Der König trägt ein reich gesticktes Gewand, Schuhe mit nach oben gebogenen Schnäbeln und einen gekräuselten Bart. Den Gott ziert eine Tiara mit Hörnern. Diese Hörner versinnbildlichen bei den Hethitern den Rang, den ihre Götter einnehmen. In seiner Linken hält er ein paar Kornähren, in seiner Rechten einen Weinstock mit Blättern und Reben. Es handelt sich um einen Fruchtbarkeitsgott und der König, der ihm die Ehre erweist ist König Warpalawas, ein Zeitgenosse des assyrischen Königs Triglatpilesar III. (745 -727 v. Chr.) Zu dieser Zeit war das Hethiterreich schon am untergehen. Seine Blütenzeit hatte es, als in Ägypten Ramses II. Pharao war.


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07.10.2000 ©Gabriele Berg