Auf den Spuren des Apostel Paulus!

Die heilige Stadt Konya!

Eine Erholungspause wollten wir in der Stadt Konya machen, dem antiken Iconium, damals wie jetzt eine blühende Oase in der Hochsteppe, die auch der Apostel Paulus und Barnabas besuchten.
Aus dieser Zeit sind nicht viele Sehenswürdigkeiten erhalten. Am bekanntesten in Konya ist das Mevlana Kloster; jetzt ein Museum des Ordens der tanzenden Derwische und die Sultan Selim Moschee.
Durch die sogenannte silberne Tür gelangten wir in einen Saal, indem die Sarkophage der Nachfolger des Mevlana stehen.Unter einer großen Kuppel standen die beiden Sarkophage von Mevlana und seinem Vater, beide mit prunkvollen Bahrtüchern bedeckt.

Links gegenüber war das Semahane, in dem die Derwische ihre die Extase herbeiführenden Tänze aufführten. Heute stehen in diesen Räumen Vitrinen mit kostbaren Koranen, Teppichen, Musikinstrumenten und als besondere Reliquie Mütze, Turban und Mantel Celaleddins.
Mevlana Celaleddin Rumi stammte aus Afghanistan. Sei Vater wurde vom Sultan nach Konya gerufen, wo auch später sein Sohn zu einer, auf Liebe und Toleranz begründeten Weltauffassung gelangte, die er besonders in seinem Meznevi genannten, mystischen Gedicht zum Ausdruck brachte.
Er begründete den Orden der tanzenden Derwische. Atatürk verbot den Orden, aber jetzt finden jährlich im Dezember wieder Tänze statt und viele Gläubige kommen zu diesem Anlaß in die Stadt. Das Mevlana Kloster gilt den Türken als Heiligtum. Im Klosterhof stehen die Mausoleen der Emire von Karaman.
Gegenüber dem Kloster steht die Azizye Moschee, die 1671 erbaut und nach einem Brand 1874 restauriert wurde.

Im Museum kann man Steinmetzkunst in höchster Vollendung sehen, sowie Kalipraphien, da eine bildliche Abbildung von Menschen im Islam micht erlaubt war.


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01.10.2000 ©Gabriele Berg